Seit Anfang März kommt Leben in die Baustelle des UMG-Neubaus. Dort, wo in den nächsten fünf Jahren das achtstöckige Gebäude für die modernste Krankenversorgung in Südniedersachsen errichtet wird, geht es nun erst einmal in die Tiefe. Die Baugrube wird ausgehoben – dazu arbeiten sich die Bagger rund fünf Meter in die Erde.
Parallel dazu werden um das Baufeld herum mit einem 20 Meter hohen Bohrgerät Stahlträger zehn Meter tief in den Boden eingebracht. Später werden dazwischen Holzbohlen gelegt. Zusammen bilden sie dann das Grundgerüst für den sogenannten Verbau, der die künftige Baugrube gegen das umgebende Erdreich absichern soll. Danach können die Erdarbeiten richtig losgehen. Rund 80.000 Kubikmeter Erde werden in den nächsten Monaten abtransportiert – ungefähr so viel wie in 30 Olympische Schwimmbecken passt. Schätzungsweise 10.000 Ladungen Erdreich werden dazu von Lastwägen bis Ende des Jahres von der Baustelle gefahren.
Zur gleichen Zeit kommt der „große Bruder“ des Bohrgeräts zum Einsatz und setzt rund 850 Pfähle in den Sommermonaten in die Erde, um den Baugrund unter dem Gebäude zu stabilisieren. Die Pfähle werden einen Durchmesser von bis zu 1,50 Metern haben, mit Beton verfüllt werden und bis zu 40 Meter in die Tiefe reichen. Einige der Pfähle werden energetisch aktiviert, um eine nachhaltige oberflächennahe Geothermie als Wärmequelle für eine Wärmepumpenanlage im Neubau zu ermöglichen – ein wichtiger Baustein der Energieversorgung des Neubaus neben Fernwärme und Photovoltaikanlagen.
Anfang 2026 soll schließlich das Fundament für den Neubau errichtet werden. Rund 1,5 Meter dick wird alleine die Bodenplatte sein.
In der ersten Baustufe des UMG-Neubaus, kurz NIKO für Notaufnahme, Intensivmedizin, Krankenpflege, Operationszentrum, wird einen Großteil der Krankenversorgung der Universitätsmedizin untergebracht sein. Auf rund 112.000 Quadratmetern Fläche sind 624 Betten und 31 OP-Säle geplant. 833 Millionen Euro inklusive Risikopuffer stehen für die Baumaßnahmen zur Verfügung, die aus dem Sondervermögen des Landes Niedersachsen finanziert werden. Niko soll im Jahr 2029 fertiggestellt sein; die klinische Inbetriebnahme ist für 2030 geplant.
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