23.09.2022

425,5 Millionen Euro für den Klinikum-Neubau der UMG

Niedersächsischer Wissenschaftsminister Björn Thümler übergibt Finanzhilfebescheid in Höhe von 425,5 Millionen Euro für den Neubau Baustufe 1 des Universitätsklinikums Göttingen an die BauG UMG und den Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen.

(umg/mwk/dbhn/baug umg) Der nächste Meilenstein auf dem Weg zum Neubau des Universitätsklinikums Göttingen ist erreicht: Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, hat am Freitag, dem 23. September 2022, am Baufeld des Klinikum-Neubaus der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) den Finanzhilfebescheid in Höhe von 425,5 Millionen Euro für die Maßnahme „Baustufe 1“ an die Baugesellschaft UMG (BauG UMG) und den Vorstand der UMG übergeben. Damit stehen der BauG UMG für alle weiteren Planungsschritte und folgenden Baumaßnahmen für die Baustufe 1 des Klinikum-Neubaus die Finanzmittel aus dem Sondervermögen des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Mit dem „Sondervermögen zur Nachholung von Investitionen bei den Hochschulen in staatlicher Verantwortung“ des Landes Niedersachsen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro sollen vor allem die Investitionen für die Neubauten bei der Universitätsmedizin in Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover finanziert werden.

Erst vor zwei Wochen konnten nach dem Abschluss der europaweiten Vergabeverfahren fristgerecht und im Zeitplan die Aufträge für die Hauptplanungsleistungen für den Klinikum-Neubau der Baustufe 1 durch die BauG UMG an die Generalplaner vergeben werden.

 

Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, sagt: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, heute den Finanzhilfebescheid des Landes über 425,5 Millionen Euro für das große Neubauvorhaben der Universitätsmedizin in Göttingen zu übergeben. Damit ebnen wir den weiteren Weg für eines der wichtigsten Projekte in Süd-Niedersachsen. Ich freue mich, dass aus den Planungen und Vorbereitungen der zurückliegenden Jahre nun Realität wird - eine Krankenversorgung der Zukunft auf allerhöchstem Niveau. Mit dem Neubau wird Göttingen als eine der modernsten Universitätskliniken deutschlandweit eine Strahlkraft entwickeln, die weit über die Landesgrenzen hinauswirkt. Davon profitieren nicht nur Lehre, Forschung und die Medizinerausbildung in Niedersachsen, sondern vor allem die Patientinnen und Patienten.“

Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG, sagt: „Dass uns das Land Niedersachsen jetzt die Finanzmittel bereitstellt, stößt die Türen weit auf für unseren Klinik-Neubau der ersten Baustufe. Eine in jeder Hinsicht große Verbesserung der Versorgungslage für die Patient*innen in unserer Region und der Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden wird nun greifbar. Der Landesregierung danken wir für dieses entscheidende Signal. Damit können wir als UMG das Neubauvorhaben ohne weiteren Verzug voranbringen.“

Burkhard Landré, Geschäftsführer der Dachgesellschaft Bauvorhaben Hochschulmedizin Niedersachsen (DBHN): „Die frühzeitige Finanzierungszusage des Landes für alle Leistungen der Planung und Bauausführung der Baustufe 1 zeigt eine wesentliche Stärke dieser Projektstruktur für die Planungssicherheit der UMG als Nutzerin und der BauG UMG als Bauherrin dieses Krankenhaus-Neubaus. Die damit einhergehende Transparenz bei der Projektumsetzung wird alle Beteiligten in die Lage versetzen, dieses Projekt erfolgreich umzusetzen. Als DBHN begleiten wir mit großer Motivation diesen erfolgreichen Weg für die kommenden Aufgaben.“

Christian Kilz, Geschäftsführer der BauG UMG, sagt: „Für uns ist das ein wichtiger Tag. Mit der Übergabe des Finanzhilfebescheids durch die Landesregierung können wir jetzt ohne jeden Verzug alle weiteren Schritte konkret angehen. Das ist ein Gewinn für die UMG, für unsere Arbeit sowie für die aller am Planungsprozess Beteiligten.“

 

KLIMAFREUNDLICHES BAUEN

In die Planungen für den Neubau der Baustufe 1 fließen auch klimafreundliche Szenarien für CO2 – reduziertes Bauen und Betreiben sowie nachhaltiges Bauen ein. Dafür hat die BauG UMG bereits im Herbst letzten Jahres ein Machbarkeitsgutachten erstellen lassen. Es beschreibt unter anderem alternative Möglichkeiten für den Einsatz recyclebarer Baumaterialen, bei der Gebäudekonstruktion und den Einsatz von Ökostrom und erneuerbarer Energien im Betrieb. „Ein Gebäude dieser Größe und vor allem mit diesem besonderen Aufgabenspektrum kann nicht ohne zusätzliche Ersatz- und Kompensationsmaßnahmen klimaneutral errichtet werden. Wir berücksichtigen in unseren weiteren Planungen die Szenarien der Machbarkeitsstudie auf die Möglichkeiten ihrer Umsetzung. Klar dabei ist, dass sich viele dieser Vorschläge bislang im Finanzierungsplan noch nicht abbilden und zusätzliche Kosten in Millionenhöhe verursachen. Hier müssen wir nach Lösungen suchen“, sagt Christian Kilz, Geschäftsführer der BauG UMG.

UMG-NEUBAU KLINIKUM BAUSTUFE 1

Der erste große klinische Neubau der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), die Baustufe 1, umfasst das Operative Zentrum und das Herz-, Neuro- und Notfallzentrum für die überregionale Maximalversorgung. Hier werden alle klinischen Funktionseinrichtungen für die Akutversorgung von Notfallpatient*innen sowie Schwer- bzw. Mehrfachverletzten in optimaler räumlicher und funktionaler Anordnung zueinander abgebildet. In dem Gebäude werden ein OP-Zentrum mit 25 OP-Sälen, die Zentrale Notaufnahme, Ambulanzzentren, Bettenstationen mit insgesamt 624 Betten, darunter 420 Normalpflege- und 204 Intensivpflegebetten untergebracht, die Größe der Normalpflege umfasst 35 Betten, die der Intensivpflege 12 Betten. Hinzu kommt ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des neuen Gebäudes. Der Klinikum-Neubau der Baustufe 1 hat eine Gesamtfläche von 103.624 m² und eine Nutzfläche von 45.054 m². Die Gesamtbaukosten werden mit 425,5 Millionen Euro veranschlagt.

 

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